
04.05.2012
Technologie: Potentiometrisches Messverfahren
Martin DümlingProduktmanager
Das potentiometrische Messverfahren macht sich die Leitfähigkeit von Flüssigkeiten zunutze. Voraussetzung ist eine Leitfähigkeit von mindestens 1 μS/cm. Dabei wird ein Strom durch ein niederohmiges Sondenrohr geleitet und die Spannung am unteren und am oberen Ende des Rohres gemessen. Durch die Flüssigkeit, die über den Tank geerdet ist, wird das Sondenrohr zu einem Potentiometer, und je nach Füllstand verändert sich das Verhältnis der beiden Spannungen zueinander. Das Verhältnis der beiden Spannungen ist proportional zum Füllstand.
Vereinfacht lässt sich das System aus Sonde und Flüssigkeit deshalb auch als Potentiometer betrachten: Eine Veränderung des Füllstandes entspricht dem Drehen an einem gewöhnlichen Potentiometer. Die Abhängigkeit des Messwertes vom spezifischen Widerstand der Flüssigkeit ist praktisch vernachlässigbar, solange der elektrische Widerstand der Flüssigkeit viel größer als der des Messstabes ist.
Potentiometrische Füllstandsonden sind eine hervorragende Alternative zur kapazitiven Messtechnik und zu Sonden nach dem Prinzip der geführten Mikrowellen in wässrigen Flüssigkeiten.
20.04.2012
Unser neues Whitepaper
zum Thema Füllstandmesstechnik ist online
In diesem ersten Whitepaper „Kontinuierliche Füllstandmessung in Flüssigkeiten (medienberührend)“ wird die Funktionsweise der verschiedenen Messprinzipien vorgestellt.
Der besondere Schwerpunkt liegt dabei auf ihren jeweiligen Einsatzbereichen sowie ihren spezifischen Stärken und Schwächen. Es dient einer ersten Orientierung, um sich im Dschungel
der verschiedenen Füllstandsensoren zurechtzufinden, und soll helfen, das für die jeweilige Anwendung am besten geeignete Messprinzip auszuwählen. Neben den gängigen Verfahren wie der Füllstandmessung nach dem Prinzip der geführten Mikrowelle und der kapazitiven oder hydrostatischen Füllstandmessung lernen Sie dabei auch die Messprinzipien der magnetostriktiven und potentiometrischen Füllstandmessung kennen.
21.03.2012
Herzlich willkommen!
Der Blog behandelt Themen rund um die Füllstandmessung.Im nächsten Blog-Eintrag Anfang April stellen wir außerdem unser Whitepaper
zum Thema Füllstandmessung vor und laden Sie zu einem Gewinnspiel ein.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Technologie: Magnetostriktive Füllstandmessung
Martin DümlingProduktmanager
Mit der magnetostriktiven Füllstandmessung lassen sich mit Hilfe eines zweiten Schwimmers einfach sowohl Trennschichten, wie auch Gesamtfüllstande messen. Die Trennschichtmessung wird durch Emulsionsbildung an der Trennschicht nicht beeinflusst. Eine magnetostriktive Füllstandmessung ist für viele Anwendungen, nicht nur kosteneffektiver als eine TDR-Sonde (geführte Mikrowelle), sondern in der Regel auch einfacher zu installieren und zudem komplett wartungsfrei.
Die Geschichte der magnetostriktiven Füllstandmessung begann 1842, als James Joule entdeckte, dass sich manche Materialien unter dem Einfluss eines Magnetfeldes verformen. Dieser Effekt wurde bekannt als der magnetostriktive Effekt. Aber erst mehr als ein Jahrhundert später wurde der Effekt zur kommerziellen Positionsbestimmung eines Ringmagneten benutzt. Eingesetzt wurde das Messprinzip zunächst im Maschinenbau zur Positionsbestimmung von Werkzeugschlitten. Dort wird es auch heute noch aufgrund seiner Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Redaktionsgeschwindigkeit gerne verwendet. Auch die Position eines Fahrstuhls wird oft mit Hilfe eines magnetostriktiven Wegaufnehmers bestimmt, da die notwendigen langen Sensorlängen problemlos umgesetzt werden können. Von den technologischen Stärken der magnetostriktiven Positionsbestimmung profitiert aber nicht nur der Maschinenbau, sondern auch die Füllstandmesstechnik.


